2018

105.GV 2018 in Münchenstein

 

Die Generalversammlung hielt der Vorstand am Samstag, 10.März zum x-ten Mal im Restaurant Seegarten in Münchenstein ab, womit dieses zum meistbesuchten Ort durch GVB in den letzten zehn Jahren zählte.

 

Ehe 60 Mitglieder und 10 Gäste Platz nehmen durften, mussten sie sich bei Kurt eintragen lassen, damit der Vorstand über die genaue Anzahl der Stimmberechtigten im Bilde war. Jedes Mitglied bekam eine gelbe Stimmkarte in die Hand gedrückt. Zugleich war für das Abendessen zu bezahlen. 26 Mitglieder hatten sich für ihr Fernbleiben entschuldigt.

 

Als jemand vom Vorstand feststellte, dass die beiden Tageslichtprojektoren an der Decke in die „falsche“ Richtung zeigten, musste der Präsident kurzfristig entscheiden und forderte den ganzen Vorstand auf, alle Tische innert kurzer Zeit um 90 Grad zu versetzen und alle Stühle ebenso, so dass alle Mitglieder und Gäste bequem zur Leinwand aufblicken konnten, ohne dass sie den Stuhl umständlich hin- und herdrehen mussten. Dennoch: Der bittere Nachgeschmack blieb, weil die Traktanden der GV neu auf beiden Leinwänden beidseits der „Wölbung“ gezeigt wurden.

 

Adrian eröffnete die Versammlung mit kleiner Verspätung und begrüsste die Anwesenden ganz herzlich – trotz der Umstände, die die Mitglieder am Anfang zwar in Staunen versetzten. Bald nahm die Gelassenheit Ueberhand.

 

Die Schweigeminute zu Ehren der verstorbenen Christine Wagner-Blind und Reini Lüber-Allemann wurde abgehalten, dann ging es zum Geschäftlichen über.

Der Vertreter des SGB-FSS und Mitglied des Regionalkomitees Deutschschweiz Pangri Lobsang betrat die Bühne und führte die Mitglieder nach kurzer Begrüssung in die kurze Erklärung über die Umsetzung der Strategie innerhalb des SGB-FSS ein. Weiter wurde informiert, dass der Tag der Gebärdensprache in diesem Jahr Ende September in Genf stattfindet. Und die UNO hatte den 3.September zum Welttag der Gehörlosen erklärt. Der SGB-FSS kämpfte weiter für gehörlosen- und behindertengerechte SBB-Waggons, obwohl kürzlich ein Gericht den Rekurs der Behindertenorganisationen wegen des erschwerten Zuganges für die Rollstuhlfahrer abgewiesen hatte.

 

Adrian informierte die Mitglieder über das verspätete Freundschaftstreffen, das nächstes Jahr in Basel stattfindet. Dieses Jahr sei es wegen des vollen Programmes schwierig durchzuführen. Und die Zusammenarbeit mit Thomas Helbling von der Fachstelle für Gehörlose betreffend Survivalkurs geht dieses Jahr weiter.

Das Protokoll von der 104.GV wurde schnell angenommen. Dann kamen die Finanzen an die Reihe: Die Revisoren Nicolas Mauli und Gerda Winteler hatten nichts zu beanstanden und lobten die sauber geführten Finanzrechnungen, für die Salome als Kassiererin verantwortlich zeichnete. Die Mitglieder erteilten dem Vorstand im Allgemeinen und der Kassiererin im Speziellen eine Décharge.

 

Verschiedene Vorlagen standen zur Diskussion, ehe darüber abgestimmt wurde.

Der kurzfristig eingereichte Antrag betrifft die Geldanlage: Elisabeth Hänggi befürwortete das Anlegen von mindestens 40‘000 Fr. in die Partizipationsscheine bei der Basler Kantonalbank und erhoffte sich mehr Einnahmen. Infolge der sinkenden Zinssätze bekam der GVB in letzten Jahren immer weniger Zinsen in die Kasse geflossen. Die Partizipationsscheine sind sozusagen Obligationen und Aktien in einem, wobei sich die Kursschwankungen in Grenzen halten dürften und der Zinssatz trotz schlechten Marktumfeldes nach wie vor attraktiv bleibt. Die Mitglieder nahmen den Antrag fast oppositionslos an: 41 Ja zu 6 Nein

 

Budgetänderung für die Bilderdigitalisierung. Der Präsident, der selber mit der Digitalisierung Erfahrung hat, stellte den schleichenden Bilderverfall fest. Um die Erinnerung an die GVB-Anlässe der letzten 50 Jahre in die Zukunft zu retten, hatte Adrian vor einem Jahr dem Vorstand vorgeschlagen, alle Dias und Fotos durch einen Fachmann digitalisieren zu lassen, wobei eine Erhöhung des Budgets unvermeidlich war. Die Mitglieder waren von schönen Fotos hellauf begeistert und stimmten dem Antrag mit 54 Ja zu 1 Nein bei einer Enthaltung zu.

 

Eine Erhöhung des Jahresbeitrages von 40 auf 65 Franken war der umstrittenste aller Anträge. Um Klarheit zu verschaffen, musste über den Antrag abgestimmt werden. Zuvor kamen mehrere Mitglieder zu Wort, und sie begründeten die Ablehnung damit, dass sie nicht bereit waren, mehr Geld in die Vereinskasse einzuzahlen, wo das Vermögen immer noch einen sechsstelligen Betrag aufweist. Präsident auf der Befürworterseite begründete, das Vermögen sei zwar immer noch hoch, aber seit mehr als zehn Jahren wurde mehr Geld in vierstelligem Bereich ausgegeben als eingenommen, so dass der GVB in zwanzig bis dreissig Jahren bankrott sein würde und alle plötzlich den Gürtel enger schnallen müssten.

Der vom Vorstand eingesetzte Moderator Nicolas Mauli hatte einiges zu tun, um dem Ansturm von Mitgliedern auf die Bühne Herr zu werden, und befragte schliesslich die GV zum Antrag, der haushoch abgeschmettert wurde: 43 Nein zu 16 Ja bei einer Enthaltung

 

Weiterer Antrag war zu behandeln: Dessen Ziel war es, die Vergünstigungen für die Mitglieder, die ihr 65.Altersjahr erreicht haben, abzuschaffen.

Die Mutationen in den Statistiken sind in letzten Jahren immer schwieriger und umständlicher geworden, weshalb René Hiller, der dafür zuständig war, schweren Herzens die Abschaffung der Ermässigung befürwortete. Es folgten kurze Diskussionen, die fast emotionslos über die Bühne gingen. Die Ermässigung wird mit 53 Ja zu 0 Nein bei 7 Enthaltungen gestrichen.

 

Der letzte Antrag drehte sich um die Racletteöfen. Adrian fand es zu umständlich, die Öfen, die oft von zweifelhafter Qualität waren, von einer Käserei abzuholen und sie am nächsten Werktag zurückzubringen. Ausserdem hatte der Vorstand mit den kaputten und schlecht eingestellten Geräten zu kämpfen, weshalb Adrian auf die Idee kam, selber welche für den GVB zu kaufen und sie im Hobbyraum zu versorgen. Auch eine Vermietung an die anderen Vereine war in Erwägung gezogen worden. In diesem Falle würde etwas Geld in die Kasse kommen.

Einige Mitglieder waren aber anderer Meinung. Früher stellte eine Käserei in Allschwil Racletteöfen zur Verfügung, die den früheren Vorstandsangehörigen kaum Schwierigkeiten bereiteten. Ebenso wurde über die Garantiedauer diskutiert. Je billiger der Ofen ist, desto früher erlischt die Garantie auf Gratisreparatur. Schliesslich wurde der Antrag bachab geschickt – mit 39 Nein zu 7 Ja bei 6 Enthaltungen. Der Vorstand muss wie bis anhin Racletteöfen abholen und zurückgeben.

 

Der GVB begrüsste die Neumitglieder herzlich, und die GV verzeichnete einen rekordverdächtigen Masseneintritt in den Verein. Folgende Neumitglieder durften wir nach Annahme durch die GV begrüssen, indem ihnen eine Tasche mit dem GVB-Logo drauf und ein Buch zum 100-jährigen Jubiläum geschenkt wurden: Christian und Manuela Hilfiker, Thomas Diethelm, Janda Mahr, Giuseppina und Antonio La Rocca, Roger und Isabelle Meier, Nikole Blaha, Melanie Vogel und Mustafa und Tamara Bilen. Leider waren einige von ihnen aus familiären und gesundheitlichen Gründen nicht anwesend und hatten sich dafür entschuldigt.

 

Die Mitgliederstatistik zeigte anhand des Diagrammes, dass der GVB letztes Jahr 135 und dieses Jahr 142 Mitglieder verzeichnete, was einem Plus von 7 Personen entsprach, wie René Hiller ausführte.

Nicht zu vergessen waren die langjährigen Mitglieder, denen Urkunden und Gutscheine von Remo Berni in feierlichem Rahmen überreicht wurden: Otto Hänggi-Schaub, Hans Schwegler und Roswitha Steiner für die 40-jährige, Werner Abt und Philipp Gysin für die 30-jährige, Beat Koller, Salome Lienin und Renate Merz-Schreiber für die 20-jährige und Annemarie Meier-Buchli und Donato Schneebeli für die 10-jährige Mitgliedschaft. Ein Gruppenfoto durfte nicht fehlen.

 

Das Budget 2018 wurde nach diversen Anpassungen infolge der Ablehnung einiger Anträge von den Mitgliedern angenommen.

Kaspar präsentierte das Jahresprogramm 2018, das mit vielen Anlässen den Mitgliedern kaum Langeweile und viel Spass und Freude anbietet. Das Forum 2018 wird im Spätsommer stattfinden, lediglich das Thema ist noch offen.

 

Nach vierstündiger Versammlung beendete der Präsident die Versammlung mit dem Hinweis auf das Abendessen in einem Saal im oberen Stockwerk und wünschte den Mitgliedern und Gästen ein schönes Wochenende. Zuvor mussten alle Stimmkarten eingesammelt und Kurt zurückgebracht werden.

Nach und nach gingen die Mitglieder und Gäste hinaus an die frische Luft.

 

Zum Abendessen wurden Roastbeef mit Sauce béarnaise und dazu Kartoffelgratin und Gemüsepotpourri serviert. Jene, die sich für Fisch entschieden haben, bekamen Kartoffel-Lauch-Suppe Vichyssoise, gebratenes Zadernfilet mit Thymianöl und dazu Risotto mit Meerrettich und Petersilie serviert. Zum Dessert kamen Pannacotta mit Baselbieter Kirschen bzw. hausgemachtes Tiramisu auf den Tisch.

 

Ein grosses Dankesschön geht an den Präsidenten Adrian, die übrigen Vorstandskollegen, den Statistikverwalter René Hiller und an die Protokollführerin Elisabeth Hänggi.

 

geschrieben von K.Rüegg

  

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